Rückschlag durch Achillessehnenriß

Am Sonntag nachmittag habe ich bei einem Selbstverteidigungskurs eine effektive Angriffssequenz geübt und mir dabei durch eine unkoordinierte Bewegung die Achillessehne durchtrennt. Jetzt liege ich noch bis Morgen im Krankenhaus und erhole mich von dem Schrecken. Zwischenzeitlich kann ich mit Orthese und Krücken wieder laufen und sogar Treppen stellen schon kein Problem mehr dar.

Achillessehnenruptur nach OP

Auf dem Bild sieht man schön die Steristrips die die Öffnungen, die für den minimalinvasiven Eingriff nötig sind, steril verschließen. Ansonsten sieht man nur die leichte Schwellung zwischen den beiden Öffnungen.

Der Schmerz ist noch immer ziemlich stark und der Fuß darf nun zwei Wochen nicht, bzw. nur sehr wenig belastet werden. Insgesamt werde ich mit Orthese und Krücken nun mindestens 12 Wochen unterwegs sein.

Mein Körper hat mir eine Auszeit verordnet!

Mickey nach Achillessehnenruptur – Juli 2019

Leider kann ich zur Zeit weder Rennrad fahren, noch im Garten aktiv sein oder an meinem Wildbienenhaus weiter machen. Ich habe aber auch schon Überlegungen, wie ich nächste Woche in die Dialyse komme. Ein Gedanke (noch bin ich mir nicht sicher) ist, das rechte Pedal von meinem Alltagsrad zu entfernen und das verletzte Bein einfach hängen zu lassen. Besser wäre eine Abtellmöglichkeit, da fällt mir aber noch nichts ein. Mal sehen, eventuell finde ich da ja eine pragmatische Lösung. 😉

Das ist die Orthese. Darin ist der Fuß gut gesichert und nun für zwei Wochen in Strecklage fixiert, damit die Sehne wieder zusammenwachsen kann.

Die Orthese ist ziemlich schwer und am Anfang konnte ich damit gar nicht laufen. Inzwischen, nach Anleitung einer Physiotherapeutin geht es sogar schon so gut, daß ich bald in den Klinikgarten aufbrechen möchte.

Anfangs war ich ziemlich schockiert über die Verletzung und ich machte mir große Sorgen wegen der Versorgung des Stomas. Das hat sich aber als ganz unproblematisch herausgestellt. Kurz vor der OP habe ich die Versorgung gewechselt und meinen Beutel seitlich nach hinten angeschlossen und den Längsträgergurt darüber angezogen. Damit und dem OP-Hemd wurde ich in die OP-Schleuse eingefahren. Der Shuntarm war während der OP mit Watte eingebunden. Ich habe mich sicher und gut aufgehoben gefühlt.

Stomaversorgung im Patientenbett

Auch während der Dialyse ist die Versorgung des Stomas gar kein Problem mehr. Wenn der Beutel sich füllt, stülpe ich einen Plastikbeutel über Selben, öffne den Verschluß und reinige die Platte mit einer Kompresse. Dann kommt der vorher vorbereitete, neue Beutel auf die Versorgung, der Plastikbeutel wird zugeknotet und ich schaffe es dann locker bis zum Ende der Behandlung.

Über so kleine Dinge, wie, dass ich mich wieder im Bad selbst waschen kann, freue ich mich jetzt riesig. Unglaublich, nach drei ganzen Tagen die ich ans Bett gefesselt war, eine Befreiung!

Liebe Freunde. Ich freue mich über Euere Anteilnahme und die lieben Nachrichten und Grüße von Euch allen. Vielen Dank!

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